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Buchbesprechung: Robert
Levine
Eine
Landkarte der Zeit. Wie Kulturen mit Zeit umgehen.
Robert Levine untersucht das Zeitempfinden in 31 Kulturen und zeigt uns unter anderem, wie relativ die Pünktlichkeit ist. Die
Reise von einer Kultur in die andere gehört heute fast zu einem normalen
Erlebnis, ja selbst ein Reise über Kontinente hinweg oder sogar einmal um
die Welt sind nichts ganz Außergewöhnliches mehr.
Viele Reiseeindrücke aus der Begegnung mit fremden Kulturen
betreffen das Erlebnis von Zeit und wie die Menschen damit umgehen. Der
amerikanische Sozialpsychologe Robert Levin hat während einer zwölfmonatigen
Forschungsreise das Lebenstempo und das Zeitempfinden in 31 verschiedenen
Ländern untersucht. In
seinem Buch mit dem Titel „Eine Landkarte der Zeit – Wie Kulturen mit
der Zeit umgehen“ gibt er eine Fülle von Reflexionen über die
kulturell bedingte unterschiedliche Erfahrung von Zeit.
Ausgangspunkt für seine Studie ist der Gedanke, dass jede
Begegnung mit fremden Kulturen eine Rückwirkung auf das eigene Selbst
hat. Wenn
dies auch als Gemeinplatz der Reiseliteratur erscheint, so liegt darin
doch ein tieferer Sinn, nämlich die Frage nach der Bereitschaft zu einem
Dialog mit dem kulturell Fremden, und zwar zu einem solchen Dialog, der für
das Ich durch die Entfaltung von neuen Möglichkeiten des Humanen
fruchtbar ist. Das gilt
insbesondere für die Auseinandersetzung mit kulturell verschiedenen
Konzepten der Zeit. Am
Beispiel der Pünktlichkeit wird deutlich, wie relativ die Handhabung von
Zeit in den verschiedenen Kulturen ist. Deshalb
ist da Buch die richtige Lektüre für jeden, der sich als weltoffen
versteht und die Auseinandersetzung mit den Fremdkulturen nicht scheut,
weil er weiß, dass er dabei gewinnt. G.
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