Netd@ys NRW 1998 
 Projekt: 
 StudienkollegBonn
      HOMEPAGE von Marchenko Andrej 
 
     

    Ich heiße Andrej und besuche zur Zeit das Studienkolleg für ausländische Studierende an der Uni-Bonn. Ich bin 17 Jahre alt und wohne seit einem Jahr in Deutschland. Seitdem haben sich meine Vorstellungen über dieses Land stark verändert. Früher dachte ich, dass die BRD ein ungemütliches Land ist mit starker Industrie, verschmutzter Umwelt und Kriminalität in den Großstädten. Die Deutschen schienen mir verschlossen zu sein, mit etwas übertriebenem Nationalstolz. Je näher ich aber das Land und Leute kennenlernte, desto positiver wurden meine Eindrücke über deutsches Leben und die deutsche Kultur.  Ich fand Deutschland an vielfältiger und schöner Natur reich, für deren Erhaltung viel gesorgt wird. Von den Menschen war ich besonders begeistert. Sie erwiesen sich als sehr freundliche, offenherzige Leute, die eine reiche Kultur mit verschiedenen lustigen Festen und alten Bräuchen haben. Ich wünschte, dass auch unsere Menschen viele Eigenschaften hätten, die den Deutschen eigen sind.
    Es entstehen für mich jedoch manche sprachliche Schwierigkeiten, aber ich tue alles Mögliche, um meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Dafür sind die Kontakte mit anderen Menschen von größter Bedeutung.
    Meine Biographie ist kurz, aber gibt aber das Wesentliche wieder.
    Ich bin in Moskau geboren und aufgewachsen. In dieser Stadt ist mir alles teuer und lieb und ich kann mir ohne sie mein Leben nicht vorstellen. Einige Jahre verbrachte ich mit meinen Eltern in Österreich, wo ich in die Schule ging und begann die deutsche Sprache zu erlernen. Dieses herrliche Land hat auch tiefe Spuren in meiner Seele hinterlassen. Im vorigen Jahr kam ich nach Deutschland und machte an der russischen Botschaftsschule meine Abitur.  Jetzt besuche ich den G-Kurs (Vorbereitung auf gesellschafts- und geisteswissenschaftliche Studiengängeund) und möchte später an der Uni Jura studieren. Eigentlich interessiere ich mich für Autos und alles,  was dazu gehört, aber da mir die Mathematik und andere exakte Wissenschaften schwer fallen, kann ich mein Hobby mit meinem gewünschten zukünftigen Job nicht verbinden.

    Was kann ich über mein Heimatland erzählen? Natürlich habe ich starkes Heimweh, aber dank dieses Aufenthalts habe ich die Möglichkeit bekommen meine Heimat in verschiedener Hinsicht einzuschätzen und zu vergleichen. Man kann auch hinzufügen, dass man sein tatsächliches Verhältnis zu seiner Heimat in größerem Maße nur aus der Ferne versteht.
    Die heutige Lage Rußlands ist sehr peinlich, aber ich schätze, dass die friedliche und freundliche Zusammenarbeit mit anderen Ländern und Völkern und vor allem mit Deutschland für die Weiterentwicklung unentbehrlich ist.
     

    Studienkolleg@uni-bonn.de 

    "Lernforum Deutsch"